Schiffsschraube 2 Modeliert

Diese Webpage dokumentiert die Konstruktion einer weiteren grossen Schiffsschraube in H0 Maßstab.  Viel Vergnügen beim anschauen!

Link zum Baubericht dieser beiden B&V Schiffsschrauben:  http://www.intelab.com/modbau/Blohm&Voss_Schiffsschrauben_modeliert.htm 

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Schiffsschraubenprojekt 2

Die ersten zwei Schiffsschrauben haben bei der Konstruktion Spass gemacht, aber es war nur eine Űbung fuer das folgende...eine noch grössere Schiffsschraube! 

 

Hier, Inspirationsbilder der Fa. Mecklenburger MetalGuss: 

 

 

MMG Maximale Fertigungs Grössen: 

  • Durchmesser: 11.600 m
  • Fertigmasse: 160 t

     

     

    Firmenlogo:

    Bilderquelle der Vorbilder und Graphiken:  http://www.mmg-propeller.de

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    Baubericht: 

    Prototyp Design in Pappe: 

    35mm Durchmesser Nabe.  Fünf Flügel werden bei 72Grad Versatz markiert.

     

    Flügelwurzeln werden bei 45Grad markiert.  Dieser Winkel könnte sich noch ändern...wenn ein genauerer Winkel von MMG bekannt gegeben wird. 


     

    Präzicer Einschnitt für den Flügel, wird noch viermal wiederholt.


     

    Die Flügel werden provisorisch eingesetzt.  Die genaü Flügelform ist den von MMG veröffentlichten Bildern entnommen. 

     

    Schraubeprototyp. 

    Spezifikationen:  Nabendurchmesser: 35mm, Nabenhöhe: 19mm,  Antriebswellendurchmesser (Nabeninnendurchmesser):  16mm,

    Gesammtdurchmesser : 105mm, Gesammthöhe: 40mm


     

     

    Die Flügelform ist etwas weiter optimiert und mehr Sichelförmig.  Die Gesammthöhe der Schraube wächst damit auf 44mm.  Nun kann es in Messing losgehen! 

     

    Vorbilder mit mehr Sichelform.

     


    Bilderquelle:  http://www.mmg-propeller.de

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    Messingausführung 

    ...wird zum grossen Teil mit ähnlichen Arbeitsschritten wie beim Prototyp hergestellt.  Die Materialbearbeitung ist nun etwas mehr ernst, weil die Einzelteile aus schwerer zu bearbeiteten Blech sind, und die Vereinbarung der Einzelteile muss durch löten erfolgen...weiter, da das fertige Teil keine Farbe bekommt, darf es, wie auch beim Vorbild, nicht unverschönt durch silbernes Lot werden, also dürfen Lötarbeiten äußerst vorsichtig, vorgeplant, und nur innenseitig durchgeführt werden.  Sie bleiben so verborgen!  

    Der Nabenzylinder wird aus Messingblech in 0.25mm gefertigt und gelötet.  Aussendurchmesser:  35mm,  Höhe:  19mm


     

    Flügel werden in optimierten Sichelform aus dem selben Messingblech hergestellt.  Das Blech lässt sich gerade noch mit der Werkstattschere schneiden. 

     

    Die Flügelrohlinge.

     

    Die Rohlinge werden an der Wurzel zusammen gelötet, sodas sie bei der nächsten Fertigungsstufe alle absolut identisch werden. 

     

    Kantenbehandlung des Flügelstapel an der Dremel Schmiergelmachine.

     

     

    Flügelwurzelanschlagwinkel von 45 Grad wird präzise (und nicht dem Űberlapp querend), am Nabenzylinder markiert. 

     

    Messingteile.

     

    Weitere Bearbeitung der Messingteile mit der Handlochstempel.  Endkappen sind aus dünnerem (0.125mm) Messingblech.  Diese Blechstärke ist hierfür immernoch ausreichend, und lässt sich etwas einfacher bearbeiten. 

     

    Eine Endkappe wird der Nabe angebracht um den Umfang vor dem nächsten Arbeitsgang zu stabilizieren. Ähnlich wie bei Steppnahtschweißen, darf bei grossen Lötflachen nur gepunktet gelötet werden, um thermische Verziehungen zu vermeiden. 

     

    Mit der Nabe geschont im Schraubstock gehalten, lassen sich mit einer Microtrennscheibe am Dremel, die Flügelsitze mit Präzision einschneiden. 

     

    Nach dem Einschnitt erfolgt die Passprobe.

     

    Die Flügel werden per Hand in Form gebogen, in ihre Nut gefügt, und Flügelwinkel und Position werden kontrolliert. 

     

    Die Flügel werden nur erstmal minimal gelötet, was weitere Positionsjustierung erlaubt. 

     

    Nachdem die Flügel so perfekt positioniert sind wie dem Modelbauer und Gegebenheiten möglich, werden sie fest und mit einer Eckverstärkung permanent eingelötet.  Es dringt hierbei kein Lot in den Sichtbaren Bereich!  

     

    Zwischenpause bei den Messingsarbeiten! 

    Bei so einen Blickfang erlaubt sich der Hersteller (und der Modelbauer), ein kleines (rein phantasievolles) Schild um sich damit bekannt zugeben! 

      

    Basisplatte für das Zweiseitige Schild ist 35mm breit sodas es den übergrossen Felbermayr Grossanhänger passt...beim normalgrossen H0 Anhänger, wie hier zu sehen, ragt es weit über beide Seiten hinaus!

     

    Um diese Last mit totaler Sicherheit zu transportieren, muss die Schraube mit dem Transporter durch einen aüsserst stabilen Transportsockel und Transportbändern vereinigt sein.

    Vorbild: 


    Bildquelle:  http://www.mmg-propeller.de

     

    Transportplatform und Sockel, alle aus Styreneplastik, vor dem Kleben. Der o. R. noch frei und nicht mit der Schraube vereinte Nabenunterdeckel diehnt zur Passprobe. 

     

    Die Plastikteile sind alle mittig auf der Platform verklebt..und durch Passprobe bestätigt, wird die Last perfect darauf passen.  Bei diesem Vorbildgleichen design, kann die Last auch vom Sockel gehoben werden um Verladearbeiten darzustellen.  Die Sockelplatform ist satte 35mm X 70mm (so breit wie der Grossanhänger), um gegen Kippen der überhängenden Last zu versichern. 

     

     

    Herstellerschild kommt dazu.  Perspektivenansicht.  Flügel Nr. 1 findet seinen Platz zwischen den beiden Seiten des Schilds. 

     

    Seitenansicht auf dem Anhänger. 

     

    Die Underseite der Schraube.  Der Transportsockel ist dem Inneren Durchmesser des Verschlussstücks angepasst, und Aussendurchmesser der Schraubenabe. 

     

    Laschen werden an der Innenseite der Schraube als Einsetzungstop für das Kappenstück diehnen. Das silbere Lot wird nur in ein Paar Stellen auf der fertigen Schraubenunterseite sichtbar sein...das kommt auch nicht im Vorbild auf, und wir wollen doch nicht das Lot das schöne goldene Messing Gesamtbild des Models stört!

     

    Die untere Nabenkappe wird perfekt eingepasst. 

     

    Messingteile vorm löten.  Ein Innenstück zur Darstellung von inneren Nabedurchmesser kommt noch dazu.

     

    Innenstück in Position.

     

    Innenstück mit Unterkappe vereinigt...dann mit der Nabe. 

     

     

    Die Schiffsschraube ist praktisch fertig, und muss nun für den Transport vorbereitet werden.  

    Das Teil wird in Vorbild Kantenschonend transportiert.  Sämtliche Kanten werden vor den kleinsten Schaden durch ein Gummimantel geschützt.  Der Gummimantel wird durch einer Schnürung befestigt. 


    Bildquelle:  http://www.mmg-propeller.de

     

    Kantenschutzstreifen werden aus schwarzen, mit feinst Schmiergelpapier entscheinter, selbstklebender Folie geschnitten und angebracht.  Hitze von der Heissluftpistole hilft diese mit minimal Klebefläche in die engen Radien zu formen.  Um die Schnürung massstäblich darzustellen, ist Zahnseide schon zu stark!...diese muss noch in Viertel geteilt werden(!), dann kann sie um den Kantenschutz im Spinnennetz gebunden werden.  Da es sich sonst im Model verschieben wuerde, muss sie aber mit einem Kleinsttröpfchen CA Kleber in Position gehalten werden.

     

    ...und die blanke Nabenoberfläche stimmt noch nicht!

    Hier, etwas Recherche am Vorbild dazu:

     

    Die Montagelöcher werden angebracht, dann fängt die Fiedelei erst richtig an!

     

    Bei 180t wohl nicht mit dem normalgrossen Anhänger zugelassen...da muss schon Fa. Felbermayr dran!

     

    Der Sockel sieht noch so blank aus...da dieses Teil Eigentum der MMG ist, bekommt es natürlich das Firmenlogo!

     

    So ists besser!  Dem Chef gefällt das neue Schild auch!

     

    Gesamtanblick mit Transportplatform. 

     

    Aus der Vogelperspektive.

     

    Űberall Durchmesser ist 110mm

     

    Űberall Höhe:  44mm

     

    Mehr Bilder unter natürlichen Licht. 

     

     

     

     

    HÖ!...SIE DA!...KOMMEN SIE SOFORT DA RUNTER!! 

     

    Transportbänder im Vorbild. 


    Bildquelle:  http://www.mmg-propeller.de

     

    Transportbänder aus gelber, selbstklebender, UV beständiger, Vinyl Schildfolie, werden in 1mm breite Streifen geschnitten, aber nicht vordem ich die Oberfläche mit superfeinem Schmiergelpapier entscheint habe... Diese sind fuer Matthias als optional.

     

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    Hoffentlich hat dieser Baubericht gefallen und fuer etwas Anregung bei anderen Modelbauern gesorgt. 

    Diese Schiffsschraube wurde von mir in Connecticut, USA gefertigt, und zum Matthias Will in Deutschland geschickt und zur vom ihm gewünschten Verfügung gestellt.  Sie ist nun auf seinem Mega-Diarama, als Grosstransportfracht seiner Fa. Felbermayr zu sehen.  Die Modelkunst von Matthias is einmalig...es tut sich immer was auf seinem Diarama, und das meistens in Grösse XXXL!  Es ist eine Ehre für mich dieses grosse Teil, was auf seinem Grossdiarama eigentlich nur ein kleines Teil sein wird, herzustellen und hiermit etwas mitwirken zu dürfen.  Ich bin hochgespannt auf seine Praesentationen damit! 

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    Update:  Die Schiffsschraube ist erfolgreich, und schadenlos durch Fa. Felbermayr zum Werft transportiert worden. 


     

    Ob und wie der Kran das schafft...?...wir werden wohl auf die nächste Darstellung warten müssen... 

    Link zu Matthias Will Diaramas:  https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=171&t=146546

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    Update 2:  Die Verladearbeiten am Werft gehen weiter...wieder von der Fotodrohne aufgenommen:

    Jetzt wird's stressig...!   

    Geschafft...und ohne Desaster!  Die Jungs haben heute wieder mal ihr Feierabendbier verdiehnt! 

    Link zu Matthias Will Diaramas:  https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=171&t=146546

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    Link zum Vorbild Video.  Nachttransport einer MMG Schiffsschraube (YT):  https://www.youtube.com/watch?v=cfPT8HhNruc 

    Diese Webpage und deren Inhalt, wenn nicht anders angegeben oder zurückgeführt, ist von mir zusammengestellt und darf nicht ohne Quellenangabe weiter reproduziert werden.  Ausser der Modelierung, habe ich keine Beziehung zu Dremel, oder MMG, und das Aufkommen deren Namen ist hier nur als Referenz oder des Modelbauers Phantasie!  Ronald Kwas 2020 

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