Schiffsschrauben Modeliert, und als Bahntransportgut |
Zwei grosse Schiffsschrauben sind von der Blohm & Voss Werkstatt für ein neues Schiff, das im Werft im Bau ist, bestellt worden. Zum Transport kommt natürlich nur die Werkseisenbahn in Frage, (und es bietet sich wieder eine interessante Bahnfracht und Herausforderung zum Modelieren). Diese Schrauben muessen wegen ihrem Gewicht und Übermaß senkrecht transportiert werden. Diese Kolosse würden nie auf ein Schwertransportwagen passen, selbst auf dem Niederbordwagen ragen sie über das normale Lademass...gluecklicherweise ist die kurze Strecke zwischen Werkstatt und Werftkran ohne Oberleitung oder Unterführungen.
Vorbild (es soll sich nicht unbedingt um die Bismarkschrauben, wie hier abgebildet, handeln, aber diese Bilder [Quelle: Bundesarchiv] zeigen deren immensen Proportionen gut!):

Wenn der Trafo bzw Kiste von Märklin Tiefladerwagen Typ M4617 (mit Trafo) oder M4618 (mit Kiste) entfernt wird, eignen sich diese Wagen gut fuer den Einsatz. Eine Platformeinlage fuer diese Űbergroβen Schrauben wird (aus Kaffeestäbchen...das ist auch Recylcen!) gefertigt. Diese wird schwarz gefärbt sodas sie eine Metalkonstruktion, wie der Rest vom Tiefladerwagen, darstellt. Auf dieser entfernbaren Einlage wird die Last durch Transportböcke plaziert.

Der Holzbock Unterbau (Farbenrührer vom Baumarkt). Vor und Hintertbock sind zwangsläufig verschieden wegen der Schraubenform (das wird weiter unten klarer). Die fertige Schraube muss mittig über der Lastwanne des Tiefladerwagen plaziert sein. Ihre Achse ohne Schaufeln diehnt hier erstmal zur Passprobe. Die Holzböcke werden mit der Wageneinlage in der gegebenen Position vereinigt und durch zusätzliche Eckblöcke verstärkt. Bis zu diesem Zeitpunkt ist alles aus Holz, und wird deswegen mit einfachen Holzleim verklebt.

Die Schrauben werden modeliert. Die Ache (aus Styrolplastik) ist aus einer ausgediehnten Druckerkartusche geerntet...noch mehr Recylcen!

Die komplizierte Schraubenform der Schaufeln hätte mann nur mit großer Mühe aus Holz herstellen koennen, und dann ohne Materialien Kompatibilitaet mit der Achse (und dadurch entstehenden Vereinigungs Problemen), und auch mit fraghaften Erfolg in der Gleichheit der drei (bzw. sechs) nebeneinander plazierten Schaufeln (und so auch leicht zu vergleichen!), aber sie sind einfachst aus einer Vakuum geformten Styrol Produktverpackung gewonnen (Drakkar Noir eau de Cologne), wenn mann ein Modelbauer's Auge hat, das sowas sofort erkennt...noch mehr Recycling! (...und jetzt weiss der Leser einer meinen persŏnlichen Produkten).
Die Schaufeln, gewonnen aus der Verpackung, haben die gewollte Form schon perfekt! Sie werden augeschnitten, und sorgfälltig auf exakte Gleichheit gebracht.

Wurzeln der drei Schaufeln sind sorgfällig an die Ache eingezeichnet, dann eingeschnitten. Die Stärke des Sägeblatt's entspricht die Dicke der Schaufeln, und so lassen sie sich gut einpassen.

Die Schaufeln werden genau in ihre Einschnitte in der Achse gepasst, und dort durch Styrolkleber (Testors) verschweisst.

Probepassung der kompletten Schraube auf den Holzböcken. Jetzt dürfte es klarer sein warum Vorder bzw. Hinterbock verschiedene Form haben...die Schraubenschaufeln ragen wegen ihrer Form unterschiedlich über bzw. neben dem Bock.

Schraube Nummer 1 ist fertig und grundiert...und schon ist die zweite in der Konstruktion...und die geht natuerlich immer schneller!

Die Achse hat ihre Endkappen bekommen, Danach wird sie fuer das färben (Akrylfarbe) vorbereitet, und bekommt eine Grundierung. Die Endfarbe wird in einer Vorbildnäheren Messing/Bronze sein.

Die Halterungsbügel fuer den Holzbock werden praepariert. Das Werft ist stolz auf diese Meisterleistung und erlaubt sich Logoschilder an den Transporteinheiten...hoffentlich kommen sie auf ein Bild des Werksarchivphotographen.
Das Firmenlogo wurde gefunden, und als Schilder am Laserdrucker erzeugt, dann sorfälltig ausgeschnitten. Vor dem Verkleben wird die helle Papierkante mit einem Filzstift verdunkelt.

Schraube 1 und 2 auf ihren Transportbŏcken.
Die beiden Transportbŏcke und Lasten in ihren Endfarben (Antikmessing as der Spraydose) bekommen noch einige Verfeinerungen, dann kommen sie auf die Teifladerwagons, und werden fuer den Transport zum Werft vom stolzen Werkstattmeister freigegeben.
Eine Werkslokomotive transportiert die beiden Kolossen, je eine pro Tiefladerwagen, zum Weftkran. Beim zweiten Bild sieht mann bei der hinteren Schraube, ihr Transportbock von der anderen Seite, und so ist der vollständige Transportbock auszumachen.
-------------------------------------
Diese Webpage und deren Inhalt, wenn nicht anders angegeben oder zurueckgefuehrt, ist von mir zusammengestellt und darf nicht ohne Quellenangabe weiter reproduziert werden. Viel Vergnügen beim anschauen! Ronald Kwas 2019